8. März 2026 – Weltfrauentag

BROT UND ROSEN….

……so lautete die Forderung der Arbeiterfrauen, als sie vor über 100 Jahren auf die Straße gingen um für Frauenrechte zu demonstrieren. Als sie nicht länger „Männerarbeit“ zu „Frauenlöhnen“ leisten wollten, und zusätzlich die lebenserhaltende „Frauenarbeit“ ( natürlich unbezahlt, da eigentlich unbezahlbar ) auch noch erledigen mussten. Heute gehen wir alle auf die Straße und fordern beides: Brot und Rosen: eine gerechte Absicherung der eigenen Existenz und ein sinnvolles Leben in Würde und als Selbstverwirklichung in einer gesunden, friedvollen Welt.

Die Industrialisierung hatte einen großen gesellschaftlichen Umbruch verursacht. Mit der Erfindung der Dampfmaschine, die den Abbau von Kohle und Eisen erleichterte, den Verkehr (Eisenbahn) revolutionierte und eine nie dagewesene Produktivität ermöglichte, breitete sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert der Kapitalismus auch in Deutschland rapide aus. Der Großteil der Bevölkerung wurde in Lohnabhängigkeit gezwungen, und damit in Verelendung. Denn es gab noch keinen Sozialstaat, und die Großfamilie in der Dorfgemeinschaft, die in der Agrargesellschaft die soziale Reproduktion der Bevölkerung getragen hatte, wurde durch die – meist urbane – Kleinfamilie ersetzt.

Wohnung und Arbeitsort – für Bauern und Handwerkerfamilien bislang eine Einheit – wurden nun voneinander getrennt. Und so entstand die Spaltung, die heute als „Arbeiten“ und „Leben“ benannt wird („Work-Life-Balance“). In das „Öffentliche“ und das „Private“. In die „Produktion“ und die „Reproduktion“.

Diese Begrifflichkeit verrät, dass „Arbeit“, wie sie im Kapitalismus verstanden wird, in einem Gegensatz zum Leben steht. Es handelt sich ja auch um eine entfremdete und entfremdende Tätigkeit. Zweck dieser Tätigkeit ist, den Menschen zu instrumentalisieren, sich seiner Lebenszeit und Arbeitskraft als gegen Geld zu kaufende Ressource zu bedienen, um Waren zu produzieren, die eine Anhäufung von Kapital ermöglichen.

„Leben“ als Gegensatz zu „Arbeit“ ist folglich im Kapitalismus etwas verhältnismäßig Wertloses, Nebensächliches. Was in diesem Bereich geschieht, die „Reproduktion“ wird als ärgerlicher Kostenfaktor betrachtet, der die „Arbeit“ verteuert. Denn um die Ressource Arbeitskraft zu kaufen fallen Lohn und Lohnnebenkosten an. Weshalb alles daran gesetzt wird, diese „Arbeit“ möglichst durch Maschinen – oder in unserer Zeit durch KI – zu ersetzen.

Doch die Sorgearbeit, die reproduktive Arbeit (und dazu zählt nicht nur, was Menschen erbringen, um das Leben zu erhalten, sondern auch die Natur, die Umwelt, von der wir mit allen unseren Fasern abhängen) hat einen unschätzbaren Wert. Denn sie ist es, die Leben hervorbringt und erhält. Aber sie hat im jetzigen Wirtschaftsystem sehr hohe Kosten für diejenigen, die sie erbringen. Diese Arbeit bringt ihnen kein Einkommen. Sie kostet sie einen guten Teil ihrer „Freizeit“ (verstanden, als die Zeit, in der nicht „gearbeitet“ wird). Und die Selbstsorge bleibt auch oft auf der Strecke.

Doch UNS REICHEN DIESE ZUSTÄNDE! Wir wollen BROT UND ROSEN.

Wir wollen eine gerechte, der Menschenwürde entsprechende Existenzsicherung und wir wollen ein sinnerfülltes und selbstbestimmtes LEBEN IN FÜLLE FÜR ALLE.

Wir lehnen eine „Work-Life-Balance“ ab. Denn wir wollen, dass unsere Arbeit nicht Profite generiert, sonder menschliche Bedürfnisse befriedigt. Dann ist Arbeit nämlich auch Leben und Leben auch Arbeit.

WIR WOLLEN CARE IM ZENRTUM DER GESELLSCHAFT!

WIR WOLLEN DIE CARE REVOLUTION!


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